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Schülerzeitung

aus der Schülerzeitung ...

Wilhelm-Ostwald-Schule | Immenweg 6 | 12169 Berlin
  1. In diesem Beitrag möchte ich darauf eingehen, was sich genau abspielt, wenn sich Schüler über ihre Lehrer beschweren oder viel mehr, wenn sich Schüler über ihre Lehrer beschweren gehen. An sich hören es Lehrer tagtäglich; die negativen Kommentare seitens der Schüler. Das ist (leider) schon zur Normalität geworden. Doch was passiert, wenn es noch weitergeht; wenn die Schüler beispielsweise zum Schulleiter und/oder Abteilungsleiter gehen? An sich kann man nachvollziehen, (wenn man es möchte) wie sich das für die Lehrkraft anfühlt. Da unterrichtet man seit vielen Jahren, vielleicht sogar schon länger als der Schüler alt ist (…), und muss über Dritte erfahren, dass man das angeblich falsch tut? Natürlich wird das als persönlicher Angriff angesehen, aber DAS ist (meistens!) nicht der Fall! Der Beruf des Lehrers ist mit einem der komplexesten. Egal was man als Lehrer tut, es gibt immer Schüler (und Kollegen), die mit einem unzufrieden sind. Nur dass es Schüler direkter zur Schau stellen. Manche eher beleidigend, zugegeben. Solche Mitschüler haben wir selbst nicht gerne. Aber wenn man nur mit Gegenwind rechnen muss, hat man doch keinen Blick mehr für das Gute und verliert womöglich die nötige Kraft und Motivation, den Unterricht mit dem meisten Gegenwind zu führen. (wir möchten doch nicht, dass unsere lieben Lehrer sich schlecht fühlen!) Aber Schüler, die über die nächste Instanz gehen, haben keinen persönlichen Angriff im Sinn. Es geht uns um die Unterrichtsgestaltung an sich. Der Wunsch ist nur, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden, da das Ziel doch gemeinsam erreicht werden möchte: Die Abschlussprüfung. Schüler möchten sicher vorbereitet werden, Lehrer möchten, dass die Schüler gut abschneiden. Das geht aber nicht, wenn die gesamte Klasse unzufrieden ist, da in dem Fall der Unterricht nicht gut bis gar nicht läuft und sich daraus schlechte Noten resultieren. Es gibt nichts schlimmeres, als schlecht gelaunte Schüler, die das ganze Unterrichtsklima beeinflussen. Da brauchen die Fenster nicht geöffnet werden, es ist schon kalt genug. Vielleicht sieht man als Schüler keinen anderen Weg mehr, so negativ das klingen mag. Womöglich ist das sogar nötig, damit sich was ändert. Wenn nicht so, dann eben anders.  Änderungen müssen nicht immer negativ sein, auch nicht nach 10 Jahren gleichbleibender Unterrichtsstruktur. Statt dann mit einer schlechten Einstellung weiterzumachen, kann man Positiv mit der Sache umgehen. Man hat sich die Wünsche der Schüler angehört und die Kritikpunkte besprochen. Die Frage ist dann nur, wie man als Lehrkraft damit umgehen mag. Fühlt man sich verletzt und zieht den Unterricht nur durch? Nimmt man sich alles zu sehr zu Herzen? Oder zieht man einen Kompromiss, geht auf alles ein, kommt den Schülern entgegen und gestaltet die Unterrichtsstruktur um, sodass man gemeinsam auf die Abschlussprüfungen hinarbeitet und nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeitet? Letzteres klingt doch vielversprechend, oder nicht?
  2. Teil I  Dieses Thema ist breit gefächert und ich habe mich, für mich privat, schon oft auseinandergesetzt und wird auch als Rubrik weitergeführt.  An sich ist der Begriff „Lehrer“ wie folgt beschrieben:  „Ein Lehrer, weiblich Lehrerin, ist eine Person, die auf einem Gebiet, auf dem sie einen Vorsprung an Können, Wissen oder Erfahrung hat, weiterbildet. Da es sich um keinen geschützten Begriff handelt, kann sich grundsätzlich jeder so bezeichnen, der sich in einer Phase der Vermittlung von Wissen, Können, Lebensweisheit, Ausbildung oder Bildung befindet.“ Doch ist heutzutage ein Lehrer nicht viel mehr als das?  Als Schüler betrachtet man Lehrer genau; der erste Eindruck ist der entscheidende. Wie tritt der Lehrer auf? Sympathisch, selbstsicher, streng? Ist er womöglich gelangweilt und sorgt somit dafür, dass der Unterricht sich für alle Beteiligten in die Länge zieht? Sympathische Lehrer haben natürlich gute Karten. Doch auch die Qualität des Unterrichts ist wichtig. Wenn der Lehrer sympathisch ist, aber der Unterricht eher durcheinander, endet das doch mit frustrierten Schülern, die wie gebannt auf ihre Klausuren starren und auf Antworten warten.  Ist der Lehrer streng und die Qualität des Unterrichts eher gering, hat man schlecht gestimmte Schüler. Genau das sollte man vermeiden, schlecht gelaunte Schüler sind echt gemein.  Es gibt doch viele verschiedene „Arten“ von Lehrern. Zum Beispiel die, die in den Raum stürmen, ihren Unterricht runterrattern und von den Schülern nicht mehr wissen, als im Klassenbuch steht.  Doch am meisten geschätzt, und das sage ich mit Sicherheit, sind Lehrer, die sich auch für die Schüler interessieren, hinter ihnen stehen und sich für sie einsetzen, wenn es hart auf hart kommt.  Zum Glück gibt es auf unserer Schule viele von dieser besonderen Art von Lehrern. Bei manchen musste man erst hinter die harte Fassade des strengen Lehrers blicken, um zu merken, wie sehr die Schüler dem Lehrer am Herzen liegen.  Zitat (Lehrkraft bleibt anonym):  „Ich habe hier mit MENSCHEN zu tun, Sie sind meine Schüler! Sie sind für mich keine Zahlen, oder irgendwelche Namen im Klassenbuch, die ich nach Ihrem Abschluss vergesse. Sie sind MENSCHEN, ich unterrichte MENSCHEN, das zu wissen und sich zu merken, ist wichtig.“
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