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III. Mit wem arbeiten wir zusammen?

Geschrieben von Schulz. Veröffentlicht in Schulprogramm


Kooperationsschulen

Die Wilhelm-Ostwald-Schule kooperiert auf vielfältigste Art und Weise mit einer Vielzahl von Schulen, die im Folgenden aufgeführt sind

- Kopernikus-Oberschule (Kooperationsschule)
- Ellen-Key-Schule (Kooperationsschule)
- Hermann-von-Helmholtz-Schule
- 7. ISS in der Ringstraße
- Ballett-Schule und Staatliche Schule für Artistik
- Beuth-Hochschule fürTechnik Berlin

Um sich einen Eindruck von der Zusammenarbeit mit Kooperationsschulen machen zu können, sollen am Beispiel der 7. ISS in der Ringstraße die konkreten Kooperationsmaßnahmen aufgezeigt werden:

Anfang 2011 trafen sich die Schulleitungen der beiden Schulen zu einem Gründungstreffen bei der Stiftung Brandenburger Tor. Es folgten gegenseitige Schulbesuche, um die jeweils andere Schule kennen zu lernen und konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden. Es gab Fachkonferenzen der 7. ISS an der WOS, damit sich möglichst viele Kollegen/innen ein Bild von der Kooperationsschule machen konnten. Vereinbart wurde, dass die WOS an Elternabenden und Informationsveranstaltungen präsent ist und über die Möglichkeiten an der WOS berichtet. Schüler der 7. ISS können bei Interesse Schnuppertage oder Schnupperwochen an der WOS verbringen, um die einzelnen Bildungsgänge kennen zu lernen. Seit dem Schuljahr 2012/13 findet ein Block Gestaltungsunterricht (Airbrush) der 7. ISS an der WOS mit Lehrern von beiden Schulen statt. Dafür unterrichtet ein Mathematiklehrer der 7. ISS an der WOS BQL-Schüler.

Gelungen war auch das Bühnenbildprojekt im 2. Schulhalbjahr 2011 / 2012. Die Theater AG der 7. ISS hatte ein eigenes Theaterstück geschrieben. Zur Aufführung des Stückes benötigte die Theater AG ein Bühnenbild. Die Auszubildenden des Bereiches Bühnenmalerei und Bühnenplastik entwarfen und gestalteten das Bühnenbild zu dem Theaterstück. Die beteiligte Auszubildenden besuchten die Premiere an der 7. ISS, so dass an beiden Schulen die Schüler eine Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erfahren haben. Unsere Auszubildenden wurden durch das Projekt realitätsnah unterrichtet und das entstandene Bühnenbild wurde einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die Schüler der Theater AG erhielten ein professionelles Bühnenbild und damit eine Aufwertung ihrer Auftritte, so dass beide Schulen von der Kooperation profitierten. Parallel dazu entstand ein Film durch Schüler, der anschaulich die Entstehung des Bühnenbildes dokumentiert. Außerdem ist geplant, dass Auszubildende des Maler- und Lackiererhandwerks die Decken der 7. ISS gestalten werden und somit zur Verschönerung des Schulgebäudes der 7. ISS beitragen werden.

Wir fördern die Studierfähigkeit unserer Schüler, indem wir auch mit Berliner Hochschulen kooperieren.

Ein gelungenes Beispiel hierfür ist die Prospektmalerei für die Beuth-Hochschule im Herbst 2011. Den Studenten des Studienganges Theatertechnik sollte die Bühnenmalerei in ihrer Entstehung anhand realer Beispiele vermittelt werden. Hierzu malten unsere Auszubildenden des Bereiches Bühnenmalerei eine Kulisse, der einer digitalen Fertigung gegenübergestellt wurde. Die Gegenüberstellung von Malerei und Digitaldruck mit realen Objekten war zudem eine optisch ansprechende Dekoration für die leeren Flure des Beuth-Hochschulgebäudes. Außerdem beinhaltete das Projekt die Fertigung bühnenmalerischer und -plastischer Dekorationen für das Lichtlabor. Diese Objekte wurden im Lichtlabor von den Studenten ausgeleuchtet und in unterschiedliche Lichtstimmungen gesetzt.

Den Höhepunkt der gemeinsamen Zusammenarbeit bildete im November des Jahres eine Vernissage an der Beuth-Hochschule mit allen Beteiligten. Die allgemeine Begeisterung über dieses Projekt mündete in einen schriftlichen Kooperationsvertrag zwischen Beuth-Hochschule und WOS. Folgeprojekte sind bereits in Arbeit.

Messebeteiligungen

Um die Schule in der Öffentlichkeit besser bekannt zu machen, präsentieren wir unsere Arbeit auf verschiedenen Fachmessen.

Eine der wichtigsten Messen des Berufsfeldes ist die Messe „Farbe, Ausbau und Fassade“, die alle drei Jahre stattfindet abwechselnd in München und in Köln. Auf dieser Messe treffen sich Aussteller aus dem gesamten Bereich der Farb- und Raumgestaltung wie z.B. die Hersteller der Farb- und Lackindustrie und die großen Werkzeugproduzenten. Ein wichtiges Anliegen dieser Messe ist es jungen Menschen, die sich für dieses Berufsfeld interessieren eine Informationsplattform zu bieten, denn die Suche nach dem geeigneten Handwerkernachwuchs ist ein ganz aktuelles Thema dieser Branche. Deshalb bietet sie vielen Schulen, Ausbildungsstätten und Vereinen auf ihrem Stand die Möglichkeit sich und ihre Ausbildungskonzepte vorzustellen. Dieses Angebot nutzt unsere Schule. Die staatliche Fachschule für Farb- und Lacktechnik Berlin nutzt diese Möglichkeit auch um die Qualität ihrer Technikerausbildung zu zeigen und sich mit anderen Fachschulen zu vergleichen. Aber auch andere Bildungsgänge unserer Schule präsentieren sich bei dieser Gelegenheit. Die Schüler haben eine Woche Gelegenheit einem internationalen Fachpublikum ihre Exponate vorzustellen, sich selbst Anregungen zu holen und in Fachvorträgen neue Trends kennen zu lernen. Dieser Messeauftritt wird auch von der gesamten Fachbranche begutachtet, es entstehen neue interessante Zusammenarbeiten und es lassen sich berufliche Kontakte knüpfen.

Immer wieder gibt es auch enge Kontakte mit der Berliner Malerinnung. Um die Attraktivität des Maler- und Lackiererhandwerks in Berlin zu steigern, wurde die jährlich stattfindende Ausstellung „ Meisterstücke des Berliner Malerhandwerkes“ ins Leben gerufen. Diese findet immer dann statt, wenn die Meisterschule Berlin und die Technikerschule Berlin ihre Abschlussarbeiten zur Meisterprüfung beendet haben.

Auslandspraktika

Seit 2014 haben Schüler die an unserer Schule einen Beruf erlernen die Möglichkeit, im Ausland ein mehrwöchiges Betriebspraktikum zu absolvieren. Die Praktika werden durch die Europäische Union im Rahmen des Programms Leonardo (Erasmus+) gefördert und durch das Europakompetenzzentrum der Friedrich-List-Schule betreut. Unser Ziel ist es, diese Auslandspraktika als Tradition an unserer Schule zu etablieren, weiterzuführen und auszubauen. So werden 2015 erstmals Schüler nach Abschluss der Ausbildung ein mehrmonatiges Auslandspraktikum antreten. Um die Zukunft dieses Programms sicher zu stellen, haben wir nach erfolgreichem Abschluss des ersten Durchganges einen Kooperationsvertrag mit der Friedrich-List-Schule unterzeichnet.